Wer sind wir?
Wir sind eine Food Coop (Lebensmittelkooperative), d.h. ein Zusammenschluss von Menschen, welche ihre Lebensmittel gemeinschaftlich beziehen. Wir wollen dadurch unser Konsumverhalten vermehrt selbst bestimmen: Wir unterstützen die Produktionsarbeit von Kleinbetrieben und wollen unser Geld nicht mehr in den Taschen von Grosshändlern verschwinden sehen.

Warum eine Food Coop?
Im Rahmen der Kooperative wird es dank der grösseren Bezugsmengen möglich, direkt mit Produzierenden zusammenzuarbeiten. Durch den direkten Bezug der Produkte bei den Betrieben wird die Vormachtstellung der Grossverteiler entkräftet. Auf diese Weise beziehen wir qualitativ hochwertige und ethisch produzierte Lebensmittel/Güter zu einem zahlbaren Preis ohne dass die Produzenten dafür schlechter entlöhnt werden.

Der direkte Bezug der Lebensmittel bei den Produzenten soll uns als Verbraucher mehr Unabhängigkeit von den Grossverteilern gewähren. Dadurch entziehen wir uns dem Preisdiktat und der vorselektionierten Produkteauswahl in den Supermärkten.

Durch die anfänglich sorgfältige und gemeinsame Auswahl der Produzierenden fällen wir eine Vielzahl von zukünftigen Kaufentscheiden auf einen Schlag. So vermindern wir die Last, welche durch unsere alltäglichen Konsumentscheide entsteht. Bei der Produkteauswahl achten wir vor allem auf Qualität, lokale und biologische Produktionsweise und fairen Handel.

Des Weiteren verzichten wir (so weit möglich) auf die ständige Verfügbarkeit der Güter in den Supermärkten und unterstützen  den damit verursachten Lebensmittelverschleiss nicht. Die Auseinandersetzung mit der Herkunft, der Produktion und dem Bezug der Güter soll zu einem bewussten Konsum führen.

Wie wählen wir Produzierende aus?
Grundsätze:

  1. Lokales / Region: Vermeiden von langen, unnötigen Transportwegen. Dies gilt auch für Verarbeitungsstätten, z.B. Getreide- oder Ölmühlen.
  2. Ökologische Produktion (mit oder ohne Label)
  3. Kleine ProduzentInnen bevorzugen
  4. Produzenten fördern: wenn möglich mehrere Produkte von einem Produzenten/einer Produzentin beziehen (um Leerfahrten zu vermeiden).
  5. Fair Trade (für Produkte aus dem Ausland wie z.B. Kaffee, Olivenöl, Zucker, Nüsse)
  6. Verbünde (wie Gebana, Biofarm, Regiofair): lieber direkt bei den Produzierenden bestellen. Wenn es für diese jedoch umständlicher wird, weichen wir auf die Verbünde aus, welchen die Produzierenden zuliefern.

Wir entscheiden in jedem Fall individuell und besuchen die Produktionsstätten. Über die Aufnahme in unsere ProduzentInnen-Liste entscheidet die Mehrheit bei den Sitzungen. Aus diesen beiden Gründen können auch Abweichungen von den Grundsätzen vorkommen.
Unser Ziel ist nicht, möglichst günstig Nahrungsmittel zu beziehen.

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